26.03.14 BANGKOK Thailand nach YANGON Myanmar, Gastbeitrag VON MOOS Monika & WIRZ Pascal

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BANGKOK

Anreise: Flieger von den Philippinen und Vietnam

Motto: „Happy Get Together“

Nach dem Zusammentreffen im Hotel genehmigten wir uns nach einem kurzen Spaziergang an den Chao Phraya ein Begrüssungsbier an dessen Ufer. Natürlich gab es einiges zu Berichten, jedoch stand Organisatorisches für die Planung und Weiterreise nach Burma im Mittelpunkt. Knapp drei Tage standen zur Verfügung um Visum einzuholen, Dollar zu organisieren, Flüge sowie erste Unterkünfte zu buchen und Kleinigkeiten zu posten. Myanmar ist noch nicht lange für den Individualtouristen geöffnet und deshalb etwas aufwändiger, was vor allem daran liegt, das Internet und Geldautomaten noch nicht so verbreitet sind. Bis vor kurzem musste man den gesamten benötigten Geldbetrag für die Reisezeit in Burma einführen. Fazit: Bangkok macht es einem leicht, die organisatorischen Angelegenheiten konnten wir rasch erledigen.

Es blieb genügend Zeit um die Stadt per Boot auf dem Fluss und in den Klongs zu entdecken, in den grossen Shoppings zu pösterlen und Bier sowie guten Streetfood zu geniessen. Der Zufall wollte es und wir trafen in der berühmt berüchtigten Khao San Road einen Studienfreund von Thomas, welcher für ca. 2 Jahre mit seiner Freundin auf Weltreise ist.

Highlights:

-Stammbeiz (ausgesucht von Martina und Thomas welche schon eine Nacht früher in Bangkok eintrafen) dreimal waren wir zusammen da, zwar war dreimal der Fisch schon aus, aber das Essen, serviert am Strassenrand und von uns verzehrt auf kleinen roten Plastikhockern, war ausserordentlich gut! Das Bier natürlich auch…

-Hotel, wir hatten schon länger nicht mehr so ein tolles!

Schlafen: Hotel iCheck Inn Silom (super Preisleistung), sehr zu empfehlen.

 

MANDALAY

Anreise: Flieger von Bangkok

Motto: „My Pleasure…“

Zwei Tage verbrachten wir in Mandalay und lernten erstmals die burmesische Freundlichkeit kennen. Wir charterten einen Fahrer und besichtigten in und rundum Mandalay verschiedenen Sehenswürdigkeiten: Tempel, Pagoden, Mandalay-Hill, das weltgrösste Buch, längste Teakwood-Bridge, Goldblätter-Factory, Seidenweberei,…

In den ersten zwei Tagen in Myanmar zeigten sich sofort merkliche Unterschiede zu Bangkok. Es ist staubig und heiss, weshalb man sich immer schmutzig fühlt. Nicht alle Strassen sind asphaltiert, es liegt mehr Müll herum und die hygienischen Zustände sind tiefer, was die Restaurant-Suche erschwert. Am meisten mussten wir uns daran gewöhnen, dass die Burmesen ständig eine rote Grütze auf den Boden spucken. Teilweise sind auch die Autos rot bekleckert, da sie aus dem Fenster spucken. Das ist so etwas ähnliches wie Kautabak, ein Päckli aus irgendwelchen Blättern zusammen mit einem Pulver und ein weisser Kleber der alles zusammenhält.

Auch in Mandalay wurden per Zufall Bekannte getroffen! Beim Check-in im Guesthouse traf Martina ein altes Pfadi-Gspändli.

Highlights: Restaurant 123 (kann man sich gut merken..;-) war unsere Stammbeiz, leider konnten wir sie nur einmal besuchen, da sie schon um 19 Uhr schliesst.

-Der Sonnenuntergang, da es so staubig und dunstig ist, wird die Sonne ein Stunde vor Untergang schon Feuerrot.

-Meat-Platter in einem chinesischen Outdoor-Restaurant, alles „Fleisch war frittiert vieles davon undefinierbar (inkl. frittiertem Hühnerkopf)

-Yoe Yoe Lai Guesthouse mit den freundlichsten Angestellten, die auf jedes „Thank you“ mit „my pleasure“ antworten!

Schlafen: Yoe Yoe Lai Guesthouse, einfach, sauber und extrem freundliches Personal, tolles Frühstück

 

BAGAN

Anreise: Kleiner Bus von Mandalay ca. 5 Stunden, teils etwas holprig

Motto: „Pagoden, Pagoden, Pagoden“

Kurz nach Sonnenuntergang treffen wir in Bagan ein. Es bleibt nur noch Zeit für ein z’Nacht beim Thai. Am nächsten Tag radeln wir los um die unzähligen, ab dem 12. Jahrhundert erbauten Pagoden zu besichtigen. Auch hier – wie bereits in Mandalay – haben wir uns zum Ziel gesetzt, keinen „Eintritt“ zu bezahlen. Die meisten Pagoden können auch ohne diese Gebühr, welche direkt an die Militärregierung geht, besichtigt werden. Das Velo ist das ideale Fortbewegungsmittel, bis man einen Platten hat… Zum Glück hat Möni den Platten erst bei der letzten Pagode eingefangen und der Vermieter kam mit Elektrobike zur Hilfe.

Das Internet, zu Beginn zwar langsam aber zuverlässig, hat sich in Luft aufgelöst. Also probierten wir telefonisch eine Unterkunft für unsere nächste Destination zu buchen, leider erfolglos.

Highlights:

-Die Velofahrt und der Ausblick über die Pagodenlandschaft versetzt einem ins Staunen.

-Der Coiffeurbesuch von Pasci. Zugegeben, es fielen nicht viele Haare zu Boden, er war etwas ängstlich.

Schlafen: May Oha Lar Guesthouse, es hat den Zweck erfüllt, aber nicht mehr.

 

NYAUNGSHWE (Inle Lake)

Anreise: Nachtbus von Bagan, ca. 9 Stunden, wenig Schlaf.

Motto: „Eis nämmer no!“

Mitten in der Nacht treffen wir am Inle Lake ein. Bei vielen Guesthouses wecken wir die Nachtwächter um nach Zimmer zu fragen. Um unsere erfolgreiche suche zu begiessen, gabs noch ein Bier bevor wir ein paar Stunden Schlaf nachholten.

Die Region des  Inle Lake lud auch zu einer Velofahrt ein, inklusive Tofu-Produktion-Besichtigung und Verkostung des weltbesten Tofu-Salats, Seeüberquerung per Boot, sowie einem ausgiebigen Nachmittagssnack der uns mit einen Tee- und Avocadosalat begeisterte. Am Abend dann schon wieder, trafen wir Leute aus Luzern, dies jedoch mehr oder weniger geplant. Darum gabs am Abend immer mal wieder noch ein Bierchen mehr, „eis hemmer no emmer gno!“. Am nächsten Tag tuckerten wir also zu sechst lauf dem See rum und besuchen den Eisenschmid, Seidenweberei, Silberschmied, Zigarrenproduktion und besichtigten den Pagodenwald. Selbstverständlich besuchten wir auch eins von den einzigen Weingüter in Myanmar, inklusive Tasting natürlich.

Highlights: Tofu-Produktion, Avocado-Salat, angenehmere Temperaturen am Inle Lake

Schlafen: Goldstar Hotel

 

BAGO

Anreise: Nachtbus, Firstclass mit Sofasitzen zum liegen, richtig edel, ab 4.30 dann aber abrupter Wechsel auf ein vollbepacktes Pickup-Taxi.

Motto: „Weiter Richtung Süden“

Wieder zu viert, schwangen wir uns in Bago erneut auf einen Drahtesel und erkundeten das Städtchen und seine Pagoden und Riesenbudhas.

Highligt:

-Rollerpalast: Ein Skatepark mit allem Schnickschnack, laute Musik, Lichtshow und die lokale Jugend, die reichlich am skaten und flirten ist.

-Riesenschlange: Eine der grössten und ältesten Phytons der Welt, 9 Meter lang und zum Anfassen nahe, die Locals spenden Geld indem sie es auf ihren Rücken legen.

Schlafen: San Francisco Guesthouse, keine grosse Auswahl.

 

MAWLAMYINE

Anreise: Bus von Bago

Motto: „Biergarten und weiter Richtung Süden“

Mawlamyne hätte sicher noch mehr zu bieten, aber unser Durchgangsaufenthalt beschränkte sich vor allem auf den Besuch des lokalen Biergartens. Optisch keine Augenweide, aber wir sassen trotzdem über fünf Stunden dort und schlugen uns die Bäuche voll mit BBQ, welches man direkt aus der Kühlvitrine auswählen und Grillieren lassen konnte.

Highlights: Biergarten (Bier und BBQ), welchen wir zweimal besucht haben.

Schlafen: Hotel Sandalwood, Klimaanlage wäre von Vorteil gewesen.

 

MAUNGMAKAN (near Dawei)

Anreise: Nachtbus von Bago, 10 Stunden auf einer Strasse die nicht wirklich eine ist.

Motto: „CHILLAX“

Es war für uns alle die übelsten Busfahrt ever – es war so staubig und stickig im Bus, dass man aus den hinteren Reihen den Fahrer fast nicht mehr erkennen konnte, ab und zu wurde man durch die holprige Strasse aus dem Sitz katapultiert, dazu gab es noch die ganze Fahr durch lautstarke Burmamusik, da ist an Schlaf nicht zu denken.

Die nächsten drei Tage haben wir einfach nur genossen. Jedoch hat sich die Reise gelohnt, unser Guesthouse war ein kleines Paradies. Das Essen war Hammer, die Leute super freundlich und die Strände sind menschenleer und super schön. Die Gegend ist erst seit kurzem für Touristen geöffnet, was sich rasch bemerkbar machte. Burmas Bevölkerung hat uns bis jetzt meist zugewinkt, angelacht oder mit uns Fotosshotings gemacht. Aber hier kamen die Leute manchmal gar nicht aus dem Staunen und starrten uns fast Löcher in den Körper.

Neben ausgiebigen relaxen, haben wir an einem Tag Roller gemietet und die einsamen Strände abgefahren. Kilometerlang weisser Sand ohne Restaurants und Hotels. Wie lange dies wohl noch so bleiben wird? Ausserdem besuchten wir eine Art Festival, wo der Fussabdruck des Buddhas gefeiert wird. Ähnlich wie bei uns gibt es verschiedene Stände, einen kleinen Zirkus und eine Bühne mit Livemusik, aber änderst als bei uns, sitzen alle am Boden und lauschen der Musik.

Highlights: Coconut Guesthouse, beste Unterkunft unseres Burmabesuchs

Schlafen: Coconut Guesthouse

 

YANGON

Anreise: Flieger von Dawei

Motto: Es ist heiss!!!

Wir sind froh, dass wir uns gegen den Bus und für den Flieger entschieden haben. Obwohl Fliegen in diesen kleinen Propellerflugzeugen auch nach wie vor kein Hobby von Martina und Pasci ist.

Nur schon auf dem einen Meter vom Taxi zum Hostel mussten wir feststellen, dass es wahnsinnig heiss ist. Deshalb entschieden wir uns erst etwas später das klimatisierte Zimmer wieder zum z’Nacht zu verlassen.

Am nächsten Morgen früh erkunden wir die Altstadt von Yangon, laufen durch interessante Märkte und bestaunen das rege Treiben. Bald wird es aber wieder zu heiss und wir ziehen unsere Zimmer der Stadt vor. Später machten wir uns richtig chic und gingen ganz edel essen, im besten Restaurant Burmas, geführt von zwei Schweizern. Ein 8-Gänge-Gourmet-Erlebnis, dass wir in vollen Zügen genossen. Selbstverständlich bestaunten wir zum Abschluss unseres Burma Trips die Shwedagon Pagoda. Unser letztes Highlight!

Highlights: Essen im Le Planteur, Shwegadon Pagoda

Schlafen: Humble Footprint Hostel

 

Fazit: Burma ist ein wunderbares Land, welches wir in bester Erinnerung behalten werden. Und dies mit Martina und Thomas zu teilen, hat es zu einer einzigartigen Reise gemacht.

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